Historik     der Brugga-Goischdr Dettingen e.V.
 
 
Im Jahre 1498 erlaubte der Habsburger Kaiser Maximilian den Bau der ersten zollfreien Holzbrücke über die Donau. Diese Brücke war für den Gebrauch der Bauern von Dettingen gedacht. Sie diente damit vor allem landwirtschaftliche Fuhrwerken. Der weite Umweg über die von Zöllnern bewachte Berger Brücke wurde jetzt entbehrlich und die Äcker und Wiesen südlich der Donau konnten besser bewirtschaftet werden.
 
Holzbrücken waren im Mittelalter gefährlich einzustufen und mit der Aura des Geheimnisvollen und Bedrohlichen umgeben. Deshalb liegt es nahe, dass die Menschen davon ausgingen, dass Brücken von Geistern und bösen Dämonen umgeben waren, welche die Bauern beim Überqueren mit Gekläff und Geschrei irritierten, verängstigen und Schabernack mit ihnen trieben.
 
Dazu kommen die Wassergeister, denen Unheimliches und Unsichtbares anhaftete. Sie trieben im Bereich der Brücke ihr Unwesen und erschreckten die Leute.
 
Das Fasnetsbrauchtum soll ja gerade diese Geister "bannen" und "vertreiben". Deshalb eignet sich die Dettinger Brücke beispielhaft dafür, diesen alten Volksglauben auch in unserer Zeit sichtbar zu machen.
 
Brugga-Goischdr